| DGV-Vorgabeklassen . DGV-Handicap-Category

Die Pufferzone definiert den Bereich, in dem ein Stableford-Nettoergebnis
nicht zur Heraufsetzung der DGV-Stammvorgabe eines Spielers führt.
Ein Stableford-Nettoergebnis liegt innerhalb der Pufferzone, wenn
das Ergebnis eines Spielers innerhalb der folgenden Bandbreiten
liegt:
DGV-Vorgaben sind in die folgenden sechs DGV-Vorgabenklassen unterteilt:

Hinweis: In der DGV-Vorgabenklasse 6 gibt es keine Pufferzone, da keine
Heraufsetzungen
erfolgen.

Neuheiten im DGV-Vorgabesystem
Die European Golf Association (EGA) überarbeitet im regelmäßigen Rhythmus das EGA Handicap System, das der Deutsche Golf Verband e. V., wie alle kontinental europäischen nationalen Golfverbände, auf Grund Lizenzvereinbarung mit der EGA anwendet.
Das Competion Stableford Adjustment (CSA) ist die herausragende Änderung. Ab 2007 wird es entsprechende turnusgemäße Anpassungen im DGV-Vorgabensystem geben. Die wichtigsten werden im Folgenden erläutert.
Die Änderungen ab 2007 im Einzelnen:
- Pufferzone der DGV-Vorgabenklassen 1
Um gerade bei den sehr guten Spielern eine einheitliche und gerechte Vorgabenfortschreibung in ganz Europa zu erreichen, wurde die Pufferzone in der DGV-Vorgabenklasse 1 (bis -4,4) auf den Bereich von 35 bis 36 Punkten festgesetzt.
Damit gleicht der DGV seine Vorgabenbestimmungen denen der anderen europäischen Golfnationen an und stärkt somit die Vergleichbarkeit von Vorgaben in Europa.
- Heraufsetzung in der DGV-Vorgabenklasse 5
In der DGV-Vorgabenklasse 5 (-26,5 bis 36,0) wird die Vorgabe wie gewohnt weiterhin um 0,5 Schläge je Stableford-Nettopunkt oberhalb 36 Punkte herabgesetzt. Dieser recht großen Herabsetzung wird nun durch eine Anpassung der Heraufsetzung Rechnung getragen, die ab 1.1.2007 im Fall eines Ergebnisses unterhalb der Pufferzone 0,2 (statt bisher 0,1) Schläge beträgt.
- Besondere Abschlagregelung für Jungen entfällt
Die bisherige Regelung wurde gestrichen. Die Vorgaben der Jungen, die 2006 noch vom Damenabschlag gespielt haben, sind zum Ausgleich des nun längeren Platzes (Herrenabschläge) vom Vorgabenausschuss des Heimatclubs einmalig entsprechend der Platzlänge anzupassen (heraufzusetzen).
- "10 %-Regel" entfällt/Einführung
von Competition Stableford Adjustment (CSA)
Das DGV-Vorgabensystem beinhaltet ab dem 1.1.2007 das schon lange
Jahre sinngemäß in Großbritannien (unter dem
Titel "Competition Scratch Score") und in einigen kontinentaleuropäischen
Ländern verschiedentlich gnutzte "Competition Stableford
Adjustment" (CSA). Hierbei handelt es sich um eine wettspielbezogenene
Stableford-Anpassung, durch die in einem Wettspiel erzielten Ergebnisse
automatisch den Spielbedingungen des betreffenden Tages angepasst
werden.
"10 %-Regel" entfällt, da zur Beurteilung von besonderen
Spielbedingungen das "Competition Stableford Adjustment"
Anwendung findet.
Das Course Rating erfasst die "architektonischen Erschwernisse"
eines Golfplatzes zum Zeitpunkt des Ratings und drückt diese
in einem Wert aus. Dieser berücksichtigt durchschnittliche
Bewertungen z. B. des Roughs, der Fairway Festigkeit, oder auch
der Fahnenplatzierungen. Alle diese Faktoren können sich aber
täglich ändern. Weitere Einflüsse wie schlechtes
Wetter, überdurchschnittliche schnelle oder langsame Grüns
oder auch frisch gemähte bzw. lang gelassene Hard-Roughs, die
einen Platz schwerer oder leichter machen, können mit dem Rating
nicht tagesgenau erfasst werden.
Das nun unter der Bezeichnung "Competition Stableford Adjustment"
(CSA) eingeführte Verfahren geht davon aus, dass die Ergebnisse
eines Wettspiels unmittelbar die Spielbedingungen des Tages widerspiegeln
und somit die Entscheidung, ob das CSA zum Tragen kommt und wenn
ja in welcher Höhe, allein von diesen Wettspielergebnissen
abhängt. Herrschen durchschnittliche Bedingungen und sind auch
die Spielergebnisse durchschnittlich, ändert sich nichts. Bei
erschwerten oder erleichterten Bedingungen jedoch werden die Ergebnisse
aller Spieler eines Wettspiels nach der Ermittlung des CSA für
die Vorgabenverwaltung um -1 bis +3 Stableford-Nettopunkte angepasst.
Dieses System vergleicht hierfür die im Wettspiel im Einzelnen erzielten Ergebnisse von 35 und mehr Stableford-Nettopunkten mit der Anzahl der durchschnittlich zu erwartenden Ergebnisse von 35 und mehr Stableford-Nettopunkten.
CSA wird am Ende eines jeden Wettspiels von der Software automatisch und ohne Zutun oder Wahlmöglichkeit für die Spielleitung gerechnet.
Die Anpassung wird von der Clubverwaltungssoftware wie folgt gerechnet:
Die prozentuale Verteilung der Wettspielteilnehmer in den DGV-Vorgabenklassen 1, 2 sowie 3 und 4 wird ermittelt und auf die nächsten vollen 10 % gerundet. Die sich daraus ergebende Verteilung der Prozentwerte wird in einer Zeile einer Tabelle gesucht. Es wird dann verglichen, in welcher Spalte sich der Prozentwert findet, der sich aus den Ergebnissen von 35 und mehr Stableford-Nettopunkten ergibt. Im Tabellenkopf findet sich dann der Wert, um den alle Ergebnisse des Wettspiels angepasst werden.
Die Ergebnisse der Spieler aus den Vorgabenklassen 5 und 6 werden nicht zur Ermittlung des CSA herangezogen, jedoch ebenfalls um die mit den Werten der Klasse 1 bis 4 errechnete Differenz angepasst. Nehmen an einem Wettspiel nur Spieler der Vorgabenklassen 5 und 6 teil, so wird kein CSA angewendet und die Ergebnisse zählen immer wie erspielt.
Gleiches gilt für Wettspiele, an denen weniger als 15 Teilnehmer der Vorgabenklassen 1 bis 4 starten, sowie für EDS-Runden, in denen ebenfalls kein CSA erfolgt.
Beispiel:
In einem Wettspiel haben 10 % der Teilnehmer eine Vorgabe der
Klasse 1, 20 % der Teilnehmer eine Vorgabe der Klasse 2 und 70
% der Teilnehmer eine Vorgabe der Klassen 3 oder 4. Spieler der
Klassen 5 und 6 bleiben zur Ermittlung dieser Prozentwerte unberücksichtigt.
Diese Verteilung ist in der Tabelle gelb markiert und verweist
auf die Zeile, in der der nächste Wert abgelesen werden muss.
Wird nun durch die Software festgestellt, dass nur 11 % dieser
Spieler 35 oder mehr Stableford-Nettopunkte erzielt haben, wird
der Bereich in dieser Zeile gesucht, der 11 % mit umfasst (siehe
grüne Markeirung in der Tabelle). Daraus ergibt sich im Tabellenkopf
eine +2. Somit werden allen Ergebnissen dieses Wettspiels zwei
weitere Stableford-Nettopunkte gutgeschrieben.
Wird ein Wettspiel annulliert (d. h., die Spielleitung bricht das Wettspiel ab und es findet keine Siegerehrung statt), so wird kein CSA angewandt und es werden nur die Unterspielungen (ohne Anpassung) gewertet.
Spielleitungen oder Vorgabenausschüsse dürfen niemals
selbst darüber befinden, ob aus einem vorgabewirksamen Wettspiel
nur die Ergebnisse mit Unterspielungen zählen.
Informationen:
Das gesamte DGV-Vorgabensystem sowie das Spiel- und Wettspielhandbuch
sind ab Januar 2007 komplett im Internet unter www.golf.de/dgv/regularien
abrufbar.
Euer Spielführer
Tabelle A: Wettspielabhängige
Stableford-Anpassung (CSA)
Mehr als 30 Teilnehmer in den Vorgabenklassen 1 bis 4 (Auszug aus
einer CSA-Tabelle)

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